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01.08.2026

Infoveranstaltung: Gemeindehaus und Energie werden mitgeprüft

Am 7. Juli fand die Informationsveranstaltung zur Adlerhalle und zur weiteren Entwicklung der Adlerzone statt. Zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner nahmen daran teil und brachten sich in die Diskussion ein. Für dieses grosse Interesse und das engagierte Mitdenken dankt Gemeindepräsidentin Franca Burkhardt allen herzlich.

Mehr als ein einzelnes Gebäude

Im Verlauf der bisherigen Projektierung der Adlerhalle sind verschiedene Fragen aufgetaucht, die über das einzelne Gebäude hinausgehen. Die Parzelle der Politischen Gemeinde soll kurz, mittel und langfristig auch weiteren Aufgaben dienen. Dazu gehört insbesondere die mögliche Entwicklung eines neuen Gemeindehauses. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie die Energieversorgung nicht nur auf der Parzelle der Politischen Gemeinde, sondern innerhalb der gesamten Adlerzone unter Einbezug der Volksschulgemeinde langfristig sinnvoll gestaltet werden kann.

An der Informationsveranstaltung wurden deshalb verschiedene Vorgehensweisen vorgestellt und konsultativ diskutiert. Die grossmehrheitliche Rückmeldung war, dass die vorhandenen Mittel des Projektierungskredits genutzt werden sollen, um möglichst fundierte Grundlagen zu erarbeiten.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass alle untersuchten Projekte gleichzeitig oder überhaupt umgesetzt werden müssen. Es geht darum, zunächst zu verstehen, welche baulichen und technischen Zusammenhänge bestehen, welche Auswirkungen sich für die Politische Gemeinde und die Volksschulgemeinde ergeben und mit welchen finanziellen Konsequenzen kurz, mittel und langfristig zu rechnen wäre.

Eine ausschliesslich projektbezogene Betrachtung einzelner Vorhaben (bspw. nur Adlerhalle) birgt das Risiko, dass alle paar Jahre ein weiteres Vorhaben geplant wird, ohne die Gesamtkosten, Abhängigkeiten und möglichen Synergien ausreichend zu kennen. Umgekehrt bedeutet eine ganzheitliche Planung nicht automatisch eine gemeinsame Realisierung. Auch eine schrittweise Umsetzung kann sinnvoll sein. Dafür muss jedoch bekannt sein, welche Etappierung technisch, organisatorisch und finanziell zweckmässig wäre und welche Mehrkosten oder Einschränkungen dadurch entstehen könnten.

Verschiedene Positionen, eine gemeinsame Voraussetzung

Selbstverständlich ist auch ein bewusster Verzicht auf einzelne Vorhaben oder auf weitere Investitionen eine mögliche politische Haltung. Sie würde zwar von der bisher gemeinsam entwickelten Strategie abweichen, bleibt aber grundsätzlich eine legitime Option. Ebenso berechtigt ist der Wunsch, die Entwicklung über mehrere Etappen zu verteilen. Andere wiederum unterstützen die bisherige Entwicklungsstrategie und möchten die verschiedenen Projekte möglichst ganzheitlich betrachten.

Alle diese Positionen haben eines gemeinsam: Für eine verantwortungsvolle Entscheidung braucht es belastbare Grundlagen. Niemand soll einem grossen Projekt im Blindflug zustimmen müssen. Aufgabe des Gemeinderates und der zuständigen Kommission ist es deshalb, Chancen, Risiken, Kosten und Abhängigkeiten sorgfältig aufzuzeigen und daraus verständliche Optionen zu entwickeln. Erst dann kann eine fundierte politische Diskussion stattfinden.

Nächste Schritte: Gemeindehaus und Energieanalyse

Anfang September fand eine weitere, bewusst kurz gehaltene Informationsveranstaltung statt. An dieser Veranstaltung wurde aufgezeigt, welche ersten Überlegungen aus architektonischer Sicht zu einem möglichen Gemeindehaus bestehen. Ergänzend wurden Gespräche mit verschiedenen Gemeinden in der Schweiz geführt. Deren Erfahrungen zeigen, wie sich Raumbedarf, Organisation und Anforderungen an eine Gemeindeverwaltung über längere Zeit verändern können und welche Punkte bei einer solchen Planung berücksichtigt werden sollten.

Ebenfalls vergeben wurde der Auftrag für eine übergeordnete Energieanalyse der Adlerzone. Ergebnisse liegen derzeit noch nicht vor. Sobald belastbare Aussagen möglich sind, werden auch diese Erkenntnisse zusammengefasst und der Bevölkerung vorgestellt.

Die kommenden Schritte sind weiterhin Grundlagenarbeiten und keine Realisierungsentscheide. Ziel ist es, die verschiedenen Möglichkeiten so fundiert wie möglich zu untersuchen, damit später nachvollziehbare Optionen vorliegen. Die politischen Entscheidungen werden dadurch nicht vorweggenommen. Sie werden am Ende durch die zuständigen Gemeindeorgane und damit durch die Einwohnerinnen und Einwohner von Wigoltingen getroffen.