01.05.2026
Designteam empfiehlt Dreifach-Turnhalle und TU-Wettbewerb
Zu Beginn des Jahres hat die Gemeinde gemeinsam mit einem breit abgestützten Designteam die Grundlagen für das Projekt Adler erarbeitet. Das Team hat sich intensiv mit vergleichbaren Projekten im Kanton Thurgau auseinandergesetzt, bestehende Anlagen besucht und den Austausch mit verantwortlichen Baukommissionen gesucht. Ziel war es, aus Erfahrungen anderer Gemeinden zu lernen und daraus tragfähige Grundlagen für Wigoltingen abzuleiten.
Auf dieser Basis hat das Designteam dem Gemeinderat mehrere zentrale Empfehlungen unterbreitet, denen der Gemeinderat zugestimmt hat.
Dreifach-Turnhalle bevorzugt
Ein erster Schwerpunkt betrifft die Dimension der künftigen Turnhalle, welche die jetzigen Mehrzweck- sowie die Sarna-Hallen ersetzen soll. Diskutiert wurde eine Zweifach-Langhalle gegenüber einer Dreifach-Turnhalle. Aus heutiger Sicht wird, sofern die Kosten im vertretbaren Rahmen bleiben, eine Dreifach-Turnhalle bevorzugt. Diese bietet mit Blick auf einen Planungshorizont von mehreren Jahrzehnten deutlich mehr Flexibilität. Insbesondere bei künftigen Sanierungen oder Ersatzbauten bestehender Anlagen kann so auf eine ausreichend grosse Infrastruktur ausgewichen werden. Zudem ist aufgrund des regionalen Bedarfs von einer guten Auslastung durch lokale und überregionale Nutzungen auszugehen. Ausschlaggebend bleibt jedoch die Kostenfrage.
Parkplätze und Raumprogramm
Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Parkplatzsituation. Diese ist in Wigoltingen bereits heute angespannt. Geprüft wurden sowohl oberirdische Lösungen als auch eine teilweise unterirdische Einstellhalle. Eine reine Oberflächenlösung ist zwar kostengünstiger, beansprucht jedoch wertvolle Flächen. Eine Einstellhalle ermöglicht eine effizientere Nutzung des Areals, ist jedoch mit höheren Investitionen verbunden, bleibt aber deutlich wirtschaftlicher als Tiefgaragenlösungen.
Beim Raumprogramm wurde ein klarer Fokus auf eine möglichst flexible und multifunktionale Nutzung gelegt. Räume sollen nicht einzelnen Nutzungen vorbehalten sein, sondern von verschiedenen Anspruchsgruppen gemeinsam genutzt werden können. Damit wird eine hohe Auslastung und ein effizienter Mitteleinsatz angestrebt. Ergänzend sind die notwendigen Nebenräume wie Lager-, Technik- und Schutzräume vorgesehen, wobei Letztere gemäss gesetzlichen Vorgaben unterirdisch realisiert werden müssen.
Totalunternehmer-Wettbewerb als nächster Schritt
Für das weitere Vorgehen wurde entschieden, keinen klassischen Architekturwettbewerb durchzuführen, sondern einen Totalunternehmer-Wettbewerb. Damit sollen Planung und Ausführung als Gesamtpaket beurteilt werden können. Voraussetzung dafür ist jedoch eine sehr präzise inhaltliche Grundlage. Aus diesem Grund wurde eine qualitätssichernde Vorstudie bei einem externen Architekturbüro in Auftrag gegeben.
Die nächste Phase umfasst somit die Erarbeitung dieser Vorstudie sowie die Vorbereitung und Durchführung des Totalunternehmer-Wettbewerbs. Dieser Prozess wird durch eine externe Fachbegleitung unterstützt. Parallel dazu wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche sich aus Vertretungen des bisherigen Designteams, der VSG sowie des Gemeinderats zusammensetzt. Diese übernimmt in der weiteren Phase auch eine Juryfunktion.
Vor den Sommerferien ist eine Informationsveranstaltung vorgesehen, an der die erarbeiteten Grundlagen der Bevölkerung vorgestellt und eingeordnet werden.
